Ausdruck der Lebensfreude und der Beständigkeit

Allein der Glaube daran macht es möglich, dass ein so hoch aufgeschossenes und vergleichsweise zartes Gewächs seiner natürlichen Umgebung beraubt so alleine stehen kann und dabei noch so prachtvoll aussieht. Der Glaube verlangt Demut, und die müssen die jungen Burschen schon aufbringen, wenn ihr Werk gelingen soll. Als Dank dafür winkt ihnen die Bewunderung des weiblichen Teils der Bevölkerung und hoffentlich nicht der Neid ihrer Mitbewerber um die Gunst des Augenblicks. Der Glaube muss so manche Bewährungsprobe bestehen, bis er unerschütterlich wird, das versinnbildlicht in gewisser Weise die schlanke Fichte, die der gemeinsamen Anstrengung zufolge nicht ins Wanken gerät. Und sollte sie straucheln auf ihrem Weg wieder nach oben, dahin, wo sie schon war, dann ist das ganz natürlich, Wind und Wetter lassen sich schließlich nicht aussperren. Ihnen zu trotzen ist das Gebot der Stunde, die Natur zu bezwingen die Aufgabe der einträchtigen Mannbarkeit sehr zum Gefallen der weiblichen Zuschauer, die das Ihrige tun, um das Fest gelingen zu lassen, wenn denn die Stunde schlägt. Die Kirchweih hat eine lange Tradition, sie zu bewahren ist Ausdruck der Lebensfreude und der Beständigkeit. Der Glaube daran vereint.